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Fußball-Weltmeister Horst Eckel verstorben

Verantwortlicher Autor: Karl J. Pfaff Vogelbach, 03.12.2021, 14:40 Uhr
Presse-Ressort von: LifestyleWeinKultur Bericht 5417x gelesen

Vogelbach [ENA] Horst Eckel, das letzte große Idol von ganz Fussball-Deutschland, ist heute, kurz vor seinem 90. Lebensjahr verstorben. Er hat, wie kaum ein anderer Sportler, die Aufrichtigkeit, Verlässlichkeit und selbstlose Pflichterfüllung gelebt. Er steht für "Das Wunder von Bern", jener Interpretation des hoffnungsvollen, strebsamen Nachkriegsdeutschland. Uneigennützig hat er der Gesellschaft gedient.

Horst Eckel ist 1954 der zweitjüngste Akteur und wird wegen seiner Zähigkeit und seinen läuferischen Qualitäten schon unumstrittener Stammspieler, gleichrangig neben Fritz Walter. Der sensationelle Titelgewinn formt aus elf soliden Fußballern plötzlich die unsterblichen “Helden von Bern”, die Idole eines ganzen Landes und gleich mehrerer Generationen. Trotz seiner Jugend weiß Eckel, wie gefährlich unerwarteter Ruhm sein kann. Schon damals sagt er: “Man muss einfach normal bleiben und so weiterleben wie vorher.” Und er hält sich daran.

Dem 1. FCK blieb er stets verbunden. Verlockende Angebote vom Ausland schlug er aus. Seine Heimatverbundenheit war dem “Windhund” mehr wert. Hieraus schöpfte er die Gelassenheit, sein Leben unter Freunden zu gestalten. “In Kaiserslautern verdiente ich damals 320 Mark. Ich weiß, das versteht heute niemand, dass ich nicht gewechselt habe. Aber ich hätte sogar Geld gezahlt, um in Kaiserslautern spielen zu dürfen”, so Eckel.

Mit seiner "Horst-Eckel-Stiftung" sollen Kindern und Jugendlichen Perspektiven aufzgezeigt werden, auch – oder gerade – wenn sie bereits einmal ins Straucheln gekommen sind. Horst Lachmund beschreibt Eckel in seinem Beitrag zu Der Mythos von Bern unter anderem mit folgenden Worten: „Horst Eckel ist ein bescheidener Mensch geblieben, einer, auf den immer Verlass ist. Nie hat er vergessen, dass in dem kleinen Ort Vogelbach seine Fußballwiege gestanden hat. Er ist ein ausgeglichener Mensch. Freimütig, ja geradezu freudvoll erkennt er seiner Frau Hannelore das Hauptverdienst an seinem alles in allem in ruhigen Bahnen verlaufenen Leben zu. Nun hat er uns still verlassen. Die Anerkennung für seine guten Taten werden weiterleben.

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