Samstag, 07.12.2019 22:03 Uhr

Ruwer-Wein selbständig

Verantwortlicher Autor: Karl J. Pfaff Waldrach/Ruwertal, 18.11.2019, 13:49 Uhr
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Waldrach/Ruwertal [ENA] Ab dem Jahrgang 2019 dürfen die Winzer zwischen Sommerau und Eitelsbach den Begriff „Ruwer“ groß auf ihre Weinetiketten als Alleinstellungsmerkmal drucken lassen. Der Verbraucher kann dann auf den ersten Blick erkennen, ob ein Wein von der Ruwer kommt. Auf diese Entscheidung haben Winzer, Verbände und Kommunalpolitiker mit Unterstützung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz seit Jahren hingearbeitet.

Da es im Stadtteil Trier-Ruwer bis vor einigen Jahren noch Weinlagen gab, die den Begriff Ruwer als Namensbestandteil führen durften, war es für Weine aus anderen Lagen im Ruwertal nicht möglich, den Namen „ihres“ Flusses ohne Zusatz des Begriffes „Bereich“ auf das Etikett zu schreiben. 2019 wurde in dieser Sache eine wichtige Änderung erreicht. Michael Emisch von der LWK erläuterte die komplexe Lösung: "Auf Vorschlag der Landwirtschaftskammer wurden die inzwischen nicht mehr bewirtschafteten Weinbergslagen im Stadtteil Trier-Ruwer aus dem Lagenverzeichnis gelöscht. Damit besteht nun keine Kollision mehr mit Orts- oder Lagenweinen, die den Namen Ruwer in der Weinbezeichnung führen."

Auf 30 Jahre erfolgreiche Arbeit für den Weinbau im Ruwertal blickt der Ruwer-Riesling-Verein zurück. Der 1989 gegründete Verein hat sich die Erhaltung und Förderung des Steillagenweinbaus zur Aufgabe gemacht und in den vergangenen drei Jahrzehnten mit vielfältigen Werbemaßnahmen und Veranstaltungen für die Weine von der Ruwer geworben. Viele der Projekte aus den Anfangsjahren finden bis heute statt. Der erste Vorsitzende Frank-Stefan Meyer ließ anlässlich eines Pressegesprächs im Rathaus der Verbandsgemeinde Ruwer die Vereinsgeschichte Revue passieren. Stephanie Nickels, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Ruwer begrüße diese Entwicklung als „Meilenstein für den Ruwer-Riesling“.

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